Was sind die runden Augen im Tabak?
Die runden sogenannten Augen sind quergeschnittene Tabakrippen, die jedes Naturblatt hat. Diese Bestandteile sind für den Geschmack erforderlich. Das ist die Idealform und wird meist gar nicht bemerkt. Ohne diese Augen schmeckt´s nicht.
Wie kommen die "Baumstämme in den Tabak"?
Diese harten Rippenteile entstehen, wenn ein Natur Tabakblatt der Länge nach geschnitten wird. Idealerweise wird das Blatt vor dem Schneidevorgang gedreht, so dass immer quer zur Blattrippe geschnitten wird. Es entstehen dabei die sogenannten Augen, die für den Geschmack erforderlich sind. Da Tabak ein empfindliches Naturmaterial ist, gelingt der Drehvorgang nicht immer perfekt und so schneidet das Messer längs der Rippe. Die dabei entstehenden langen Stücke werden oft als "Baumstämme" bezeichnet. Dunkle Tabake haben mehr Rippen als helle Tabaksorten. Daher sind auch im dunklen Feinschnitt mehr Augen zu finden.
Es ist kein Qualitätsmangel, wenn Sie einmal vermehrt Rippenteile im Tabak finden. Es ist vielmehr der Beweis, dass es sich bei Ihrem Tabak um ein relativ naturbelassenes Produkt handelt, denn es gibt auch Hersteller, die den Tabak erst pulverisieren, dann wie Papier wie Spanplatte zu Bögen walzen und anschließend schneiden. Bei dieser unappetitlichen Form finden Sie natürlich keine Rippen. Da beim alternativ möglichen Entrippen der dunklen Tabakblätter die Stärke des Tabaks die gesetzlichen Höchstgrenzen übersteigt, gibt es zum Auftreten der Augen keine Alternative zumal der Geschmack dadurch gefördert wird. Wir lehnen diese Vorgehensweise grundsätzlich ab. Dennoch sind wir stets bemüht die Anzahl der sog. "Baumstämme" möglichst niedrig zu halten.
Ist es schlecht wenn Tabak Feinschnitt trocken ist?
Man sollte vermeiden, dass der Feinschnitt zu trocken ist, weil die Tabakmischung ihr Aroma verliert und insgesamt schärfer wird. Da typische Brennen auf der Zunge rührt oft von zu trockenem Tabak. Zusätzlich krümelt der trockene Tabak schneller, weil die trockenen Blätter brüchig werden wie Laub im Herbst.
Warum ist Tabak Feinschnitt manchmal trocken?
Entweder ist der Tabak alt, wurde zu warm gelagert oder die Packung war geöffnet. Bei der Herstellung wird der Tabak mit einer genau festgelegten relativen Feuchtigkeit verpackt. Auf dem Weg zum Verbraucher kann viel geschehen. Angefangen von Sonneneinstrahlung, Lagerung in der Nähe von Heizungen bis zur Überlagerung in den Geschäften. Modernere Packungen sind luftdicht verschweißt und durch diese Einflüsse weniger anfällig.
Was ist der Grund für zu kurze Tabakstränge und Staub in der Packung?
Der Grund ist auch hier die zu große Trockenheit. Trockener Tabak bricht bei Bewegung in kleine Teile und hinterlässt Staub in der Packung. Ein Grund hierfür ist oft das Tragen der Tabakpackung in der Hosentasche. Hier kommen Wärme und Bewegung zusammen.
Ist trockener Tabak unrettbar verloren?
Natürlich nicht. Der Rohtabak kommt aus den Anbaugebieten und -ländern ebenfalls trocken in die Fabrik. Dort wird er sorgsam befeuchtet und damit flexibel. Erst so kann man den Tabak weiter verarbeiten und schneiden. Ansonsten würde er zu Staub zerfallen.
Was Pfeiferauchern im allgemeinen bekannt ist und was schon unsere Großväter wussten: der Tabak muss wieder befeuchtet werden.
Aber aufgepasst! Kein Wasser in die Packung schütten! Die Gefahr der Überfeuchtung und der Schimmelbildung ist zu groß. Eine Scheibe Kartoffel oder Apfel über Nacht in den in den Tabak gelegt und verschlossen hat schon so manchem geholfen und zusätzliches Aroma gebracht. Ein Tröpfchen Rum in Ehren soll auch nicht schadhaft sein.
Diese Tipps sind sicher kein Allheilmittel und jeder sollte selbst mit Verantwortung überlegen was er tut.